Myopie-Management 

Kurzsichtigkeit früh erkennen und gezielt verlangsamen

Myopie (Kurzsichtigkeit) nimmt weltweit stark zu und entwickelt sich zunehmend zu einer relevanten Gesundheitsherausforderung. Besonders bei Kindern und Jugendlichen schreitet die Kurzsichtigkeit häufig weiter fort und kann langfristig das Risiko für ernsthafte Augenerkrankungen erhöhen.

Myopie-Management beschreibt deshalb einen modernen, evidenzbasierten Ansatz, der über die reine Sehkorrektur hinausgeht. Ziel ist es, das Fortschreiten der Kurzsichtigkeit aktiv zu verlangsamen und die Augengesundheit langfristig zu schützen.



Bei Myopie ist der Augapfel meist verlängert oder die Brechkraft des Auges zu stark. Dadurch entsteht der Fokuspunkt vor der Netzhaut und entfernte Objekte erscheinen unscharf.

Warum Myopie-Management wichtig ist

Eine höhere Myopie ist mit einem gesteigerten Risiko für Augenerkrankungen verbunden, darunter:

  • Netzhautablösung
  • Myope Makulopathie
  • Glaukom
  • Frühzeitige Katarakt
  • Degenerative Netzhautveränderungen

Frühe Intervention kann diese Risiken deutlich reduzieren.

Ziele des Myopie-Managements

  • Verlangsamung der Progression der Kurzsichtigkeit
  • Stabilisierung der axialen Augenlänge
  • Verbesserung der visuellen Lebensqualität
  • Prävention langfristiger Augenerkrankungen
  • Regelmäßige, strukturierte Verlaufskontrolle

Lebensstil- und Verhaltensmaßnahmen

Studien zeigen, dass Umweltfaktoren eine wichtige Rolle spielen:

  • Mehr tägliche Zeit im Freien
  • Reduzierte intensive Naharbeit
  • Ergonomische Bildschirmnutzung
  • Regelmäßige augenärztliche und optometrische Kontrollen

Früherkennung als Schlüssel

Ein wirksames Myopie-Management beginnt mit strukturierter Früherkennung und kontinuierlicher Verlaufskontrolle. Besonders wichtig sind:

  • Regelmäßige Sehprüfungen
  • Objektive Refraktionsmessungen
  • Axiale Längenmessung
  • Screeningprogramme für Kinder und Jugendliche